Veröffentlicht am: 20. Februar 2021

Sehr oft wird man gefragt, woran es denn liegen kann, dass die kleinen häufig abends, anfangen zu weinen, sich nur schwer beruhigen lassen und das einzige Hilfsmittel ist, dass man sie nah am Körper trägt und gefühlt seine 20.000 Schritte am Tag vervollständigt.
Zu Anfang, es ist normal, dass ein Neugeborenes am Abend anfängt zu weinen oder unruhig zu werden.

Es verarbeitet so seinen Tag, auch wenn der Tag für uns vielleicht unspektakulär war, für manche Kinder ist ein lautes Auto, eine schrille Stimme oder eine ungewohnte Atmosphäre schon absolutes Neuland und kann sehr beunruhigend wirken. Das einzige Mittel, dass euer Kind hat ist seine Stimme, dass heißt man muss lernen mit dieser abendlichen Unruhe umzugehen.

Für die kleinen, ist es wichtig ,dass du als Mama und natürlich auch der Papa da sind. Das bedeutet, das Kind nicht ablegen und alleine“ im Stubenwagen liegen lassen.
Natürlich ist euer Kind nicht alleine aber so fühlt es sich für die kleinen eben an, aus den Augen aus dem Sinn, Kinder können Abstände nicht so abschätzen wie wir, wenn sie euch nicht mehr sehen, spüren und riechen seid ihr quasi nicht mehr da.

Am besten ist es, wenn ihr akzeptiert, dass es so Abende immer mal wieder geben wird, schnallt euch euer Baby in die Trage oder in ein Tragetuch und geht ein bisschen auf und ab, wiegt es sanft und behutsam im Wiegegriff oder im Fliegergriff.

Redet ruhig und versucht, Ruhe und Geborgenheit auszustrahlen, lasst euch von dem Weinen eures Babys nicht unter Druck setzten, es möchte euch nur seinen Tag erzählen und verarbeitet diesen ganz anders wie wir. Manchmal hilft es auch, wenn der Papa der den Tag über arbeiten war, euch das Baby mal für eine Stunde abnimmt, geht unter die Dusche oder in die Badewanne , macht euch einen Tee und lest etwas, genießt die Ruhe geht in einen anderen Raum, lasst die beiden eine Zeit lang für sich, manchmal sind die Gemüter von Mama und Baby über den Tag so „erhitzt“ das der „ruhige, ausgeglichene“ Papa helfen kann.

Auch du als Mama brauchst mal eine Pause, nimm und gönn dir diese, um wieder entspannt und mit neuer Energie an die „Arbeit“ zu gehen.

Natürlich kann es auch sein, dass dein Baby Bauchweh hat, da gibt es verschiedene Maßnahmen die helfen können. —>  Dazu bald mehr 😉
Das abendliche Dauerstillen, kann sehr anstrengend und auch nervend sein, aber es hat seinen Sinn. Rein wissenschaftlich gesehen ist es so, dass das Baby durch den Stillmarathon die Prolaktinausschüttung anregt und so dafür sorgt, das die Milchbildung angeregt wird und genügend Milch für das Kind zur Verfügung steht.
Also alles ganz normal und natürlich, versucht euch in euer Baby hineinzuversetzen, ruhig bleiben ist das A und O.

Rituale können helfen euch allen eine Routine zu geben, gewisse Abläufe werden irgendwann automatisch von der Hand gehen und euer Baby lernt nach und nach was diese Abläufe bedeuten und es kann lernen, dass es zum Beispiel bald, Zeit zum schlafen ist.

Ganz wichtig, dass alles sollte ohne Druck passieren, lasst euch und eurem Baby die Zeit die ihr braucht und versucht nicht euch in eurem Umfeld umzuschauen, was da schon alles „klappt“ und bei euch nicht. Jedes Baby und jede Familie ist anderes, hat andere Rituale, Abläufe und Strukturen, versucht nicht es anderen Recht zu machen sondern hört auf euch und euer Bauchgefühl.

Liebe Grüße,

Mamala- Hebamme Moni

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